

Entwässernd & stoffwechselanregend → durch Mineralstoffe und Flavonoide.
Blutreinigend (
Sehr eisenreich → beliebt bei Müdigkeit, vegetarischer/veganer Ernährung.
Stärkt Haare & Nägel durch Silicium.
Wurzel wird häufig bei Prostata-Beschwerden eingesetzt (milder BPH-Effekt)


No.11.1
Die heilende Wirkung der Brennessel ist unfassbar vielfältig!
Einige Einsatzgebiete:
Entzündungshemmend: Brennnessel-Extrakte hemmen Entzündungsprozesse, womit z. B. Gelenkbeschwerden gelindert werden könnten.
Antioxidativ: Brennnessel enthält zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die freie Radikale binden und herausragend Zellschutz leisten.
Unterstützt Harn-und Nierenfunktion / Diuretisch: Brennnessel fördert die Harnausscheidung.
Mineralien & Blutwerte: Aufgrund des Gehalts an Eisen, Vitamin C und weiteren Mineralstoffen wird Brennnessel traditionell bei Eisenmangel oder Müdigkeit eingesetzt.
Gelenk- und Muskelunterstützung: In der Volksmedizin wird Brennnessel bei Rheuma, Arthrose oder Muskel - /Gelenkbeschwerden eingesetzt.
Inhaltsstoffe
Vitamin C (sehr hoher Gehalt, besonders in jungen Blättern)
Vitamin A (Beta-Carotin)
Vitamin K
B-Vitamine in kleineren Mengen
Eisen
Calcium
Kalium
Magnesium
Mangan
Silicium / Kieselsäure
Phosphor
Zink
Flavonoide (z. B. Rutin, Quercetin)
Phenolsäuren (u. a. Kaffeesäure, Chlorogensäure)
Gerbstoffe (Tannine)
Carotinoide
Sehr hoher Proteingehalt (bis zu 30 % in der Trockenmasse)
Enthält essentielle Aminosäuren
Chlorophyll (sehr hoher Gehalt)
Histamin
Serotonin
Acetylcholin
Formiat (Ameisensäure)
→ Diese Substanzen sitzen v.a. in den Brennhaaren und verursachen das typische „Brennen“.
Verwendung
Zubereitung eines Gesundheits-Kräutertees: Um die wertvollen Inhaltstoffe zu erhalten, sollte das Wasser bei dem Aufguss eine Temperatur von 70 -80 Grad nicht überschreiten.
Man erzählt, dass ein junger Schüler einst zu seinem alten Kräutermeister ging und sich beklagte:
„Alle Pflanzen sind freundlich zu mir – nur die Brennnessel sticht und brennt. Warum ist ausgerechnet sie so feindselig?“
Der Meister lächelte und führte ihn zu einer großen, kräftigen Brennnessel am Wegrand.
„Streich mit einem
schnellen, hastigen Griff darüber“, sagte er.
Der Schüler tat es – und
natürlich brannten seine Finger sofort.
Dann sagte der
Meister:
„Jetzt versuche es noch
einmal. Aber diesmal langsam, bewusst und mit ruhiger
Hand.“
Der Junge legte seine Hand sanft an das Blatt, strich ohne Hast daran entlang – und nichts geschah. Kein Brennen, kein Schmerz.
Der Meister erklärte:
„Die Brennnessel lehrt uns: Wer hastig, unachtsam und ungeduldig durchs Leben geht, der verletzt sich.
Wer aber achtsam, sanft und bewusst handelt, dem öffnet selbst das Heftigste seine Heilkraft.“
Der Schüler betrachtete die Pflanze und bemerkte zum ersten Mal ihre Stärke, ihren Duft, ihre Lebenskraft.
Der Meister schloss:
„Viele Menschen meiden die Brennnessel, weil sie sie nur aus der Entfernung betrachten.
Doch wer sich traut, ihr wirklich zu begegnen, erkennt in ihr eine der heilkräftigsten Pflanzen überhaupt.“